Diener
In den Hospitälern arbeitete eine große Zahl von Hospitaldienern. Sie waren in aller Regel gering bezahlt, erhielten aber Wohnungen sowie eine vollständige Versorgung mit Lebensmitteln, in aller Regel lebenslang. Die Bestallung als Diener bedeutete daher für diese Diener eine Art Garantie auf ein lebenslanges Auskommen. Nur wenige Diener wurden wegen Verstößen gegen die Hospitalordnung entlassen.
Es handelte sich daher zumeist um ungelernte Menschen, die allein oder gemeinsam mit ihrer Ehefrau für ganz bestimmte Bereiche der Gutsaufsicht und verwaltung zuständig waren. Dazu zählten Tätigkeiten wie der Forstläufer, der bestimmte Abschnitte der Hospitalswälder zu beaufsichtigen hatte, um Waldfrevel zu verhindern Waldfrevel (das Schlagen von Holz oder Erlegen von Tieren) war bei hohen Strafen verboten, aber ein häufiges Vergehen, das auf den jährlich stattfindenden Forstbußtagen geahndet wurde. Der Ochsenknecht, der Schweineknecht, der Fischaufseher, der Fruchtwender oder Brauknecht waren weitere Ämter, die zumeist spezifisch einer Frucht (Sammelbezeichnung für alle Getreide, Obst und Gemüse) oder einer Tiersorte galten. Die Zahl der Ämter schwankte stark, je nach der besonderen Struktur der Hospitäler.
Gliederung:
  1. Einführung in die Hospitalgeschichte
  2. Organisation
  3. Gutsbetrieb
  4. Leben im Hospital
  5. Literatur
  6. Quellen
  7. Linksammlung