Bitte des Vogtes Schott aus Hofheim, der Obervorsteher solle seinen Sohn als Arzt in Frankenberg empfehlen

Jahr:1714
Autor: Johann Christoph Schott (* - +1732 | 1693-1732 - Vogt in Hofheim)
Empfänger: Wilhelm Ernst, von Geismar (* - + | 1691-1714 - Obervorsteher in Haina)
Signatur: LWV Hessen, Bestand 13, 5062
Auch Hochwohlgebohrner Herr, gnädiger Herr

gelanget an E[uer] Hochwohlgeb[oren] gn[ädig] und dero1Frau Gemahlin mein und meiner Frauen gantz underth[änigste] Bitt. Sie wollen doch gn[ädig] geruhen, in Ihro hohe Gnad unsern grösten Sohn zunehmen und gn[ädig] zuhelffen, daß er das Frankenberger Physicat 2 erlangen möge, auch das, was H[err] Doct[or] Pfannkuchen zu Heina genoßen, gn[ädig] ihm angedeyen zulassen. E[uer] Hochwohlgeb[oren] gn[ädig] und dero hohe Angehörigen, werden an ihm das finden, was von einem rechtschaffenen und treuen Medico erfordert wird. Dann wie die Herren Professores zu Giesen, Jena und Halle, schrifftl[ich] mich versichert, hat er sein Studium summo cum laude absolvirt und wird von ihnen und denen H[err] Rectoribus zu Darmstatt und Izstein ihm etwas extraordinaires beygemesen, welches Gott dem Allmächtigen billich zugeschrieben und davor herz[lich] gedanckt wird. Ich wiederhohle meine obige Bitt und verharre ut in literis3. JCSchott

1 : dessen
2 : Stelle eines akademisch ausgebildeten Mediziners in der mittelhessischen Stadt Frankenberg. Der Frankenberger Physicus war für Untersuchungen im Hospital Haina zuständig.
3 : Briefformel, die darauf verweist, dass die Anlage am gleichen Tag verfasst wurde wie der dazugehörige Brief

Personen
Schlagworte: Beamte, Haina, Nepotismus/Netzwerke, Obervorsteher, Supplik,